Katzen Leukose bzw Leukämie: FeLV der todbringende Virus

Katze krank Virus FeLV 123rf

FeLV Virus das bei Katzen Leukose bzw Leukämie verursacht

Die Infektion mit diesem Virus ist als Leukose bzw. Katzenleukose bekannt. Diese Bezeichnung ist allerdings irreführend. Zum einen muss eine infizierte Katze nicht zwangsläufig an Leukose erkranken und zum anderen kann Leukose eine mit Tumoren einhergehende Erkrankung des Immunsystems sein. Eine Infektion mit diesem Virus kann zu vielen Krankheiten führen, da in erster Linie das Immunsystem durch das Virus angegriffen wird.

Der Feline Leukämievirus oder FeLV Infektion ist hochgradig ansteckend, nach Ausbruch unheilbar und führt letztlich zum Tod. Infizierte Tiere können aber durchaus noch viele gute Jahre haben.

Symptome einer Infektion mit FeLVKatze krank Fieber 123rf

Leider sind die Symptome nicht immer eindeutig. Da das Virus allerdings das Immunsystem schwächt, können in diesem Zusammenhang typische Symptome auftreten, wie zu Beginn:

  • Müdigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Anfälligkeit für banale Infekte wie Erkältungen
  • Appetittlosigkeit
  • Verdauungsstörungen
  • blasse Schleimhäute
  • Zahnfleischentzündungen
  • Ohrenentzündungen
  • schlecht heilende Wunden

Im weiteren Verlauf:

  • Schweratmigkeit
  • Fieber
  • Anemie (Blutarmut – das Knochenmark produziert keine Blutzellen mehr)
  • plötzlicher Gewichtsverlust
  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche
  • Gelbsucht
  • Tumore

Ansteckung mit FeLV

Katze im Katzenklo 123rfDas Virus befällt ausschließlich Katzen.

Die Übertragung geschieht durch:

  • Speichel
  • Tränensekret
  • Nasensekret
  • Urin
  • Kot
  • Blut

indirekt auch über:

  • Wasserstellen
  • Fressnäpfe
  • Toiletten
  • Spielsachen

Zudem kann das Virus einer infizierten trächtigen Kätzin auch auf ihren ungeborenen Nachwuchs übertragen werden bzw. nach der Geburt der Welpen durch das Saugen an einer infizierten Milchdrüse.

Von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Ausbruch können nur ein paar Tage vergehen oder aber auch Wochen, Monate, Jahre. Eine Katze kann also jahrelang gesund wirken, während sie das Virus aber in sich trägt, diesen auch ausscheidet und damit wiederum andere ansteckt. Eine FeLV positive Katze scheidet permanent Viren aus und ist somit eine Gefahr für andere Katzen. Es sollten also Maßnahmen ergriffen werden, um eine Übertragung des Virus auf andere Katzen zu verhindern. Eine ausgewachsene, gesunde Katze kann meist mit dem Virus fertig werden. Ihr Immunsystem vernichtet das Virus und baut eine Immunität dagegen auf. Dann gibt es Katzen, deren Immunsystem das zwar nicht schafft, aber das Virus in Zaum hält. Leider nur so lange, wie ihr Immunsystem intakt ist. Bei diesen Katzen ist es auch besonders schwierig das Virus nachzuweisen. Handelsübliche Test können hier, obwohl das Virus vorhanden ist, einen Nachweis dessen nicht erbringen.

Junge Katzen sind besonders gefährdetKatzen Babys vom Reitsportzentrum Flurhof 1

Das Kolostrum (Biestmilch, Erstmilch) einer gesunden Kätzin scheint die Welpen in ihren ersten Lebensmonaten passiv zu immunisieren, sodass sie geschützt sind und sich nicht mit diesem Virus infizieren können.

Besonders gefährdet sind Katzen unter 2 Jahre und generell immunschwache Tiere. Des weiteren nicht geimpfte Katzen in Tierheimen, bei Züchtern, in Mehrkatzenhaushalten und Freigänger. Also Katzen die mit mehreren anderen Katzen Kontakt haben. Das Virus kann auch durch den Menschen, der Kontakt mit einer infizierten Katzen hatte, auf dessen Wohnungskatze übertragen werden. Zwar stirbt der Virus außerhalb des Katzenkörpers rasch ab, ein Restrisiko besteht allerdingt. Das Virus außerhalb des Katzenkörpers ist wie gesagt relativ empfindlich und kann daher mit allen üblichen Desinfektionsmitteln inaktiviert werden.

Diagnose für FeLV

Die Diagnose erfolgt über einen Bluttest, der nach einigen Wochen wiederholt vorgenommen werden muss.

Ihr Tierarzt wird Ihnen dazu raten, wenn Ihr Tier über längeren Zeitraum ein schwaches Immunsystem aufweist. Ein schlechtes Immunsystem kann aber auch auf eine andere Erkrankung hinweisen. Sollte Ihre Katze FeLV positiv sein,heißt das noch nicht, dass die Erkrankung auch tatsächlich ausbricht. Einige Tiere haben ein so starkes Immunsystem, welches den Erreger selbst besiegt.

FeLV positiv, was nun?

Ist die Katzenleukämie jedoch ausgebrochen, muss der Kontakt zu anderen Katzen verhindert werden um diese nicht anzustecken. Leider gibt es kein Medikament. Es können lediglich die jeweiligen Symptome gelindert werden. Auch sollte möglichst das Immunsystem gestärkt werden um weitere Infektionen mit anderen Krankheiten zu vermeiden. Es empfiehlt sich mit solch einer Katze vorsorglich den Tierarzt öfters aufzusuchen um eventuelle Sekundärinfektionen, eine Anämie oder Hinweise für einen Tumor frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Bei einer weiteren Erkrankung wird diese auch agressiver und länger therapiert werden müssen. Eine Kastration kann von Vorteil sein, da eine kastriere Katze ein geringeres Stresspotential hat (Revierkämpfe usw.). Ebenfalls empfiehlt sich eine regelmäßige Entwurmung und weiters sonstige übliche Impfungen. Geimpft solle in kürzeren Abständen werden, da bei FeLV positiven Tieren der Impfschutz nicht so lange anhält.

Gesunde Ernährung, ein geschützes soziales Umfeld, keine Streßfaktoren, artgerechte Beschäftigung. Das sind die besten Voraussetzungen um Symptome, die dieses Virus verursacht, in Schach zu halten.

Mit gesunder Ernährung wird das Immunsystem gestärkt und natürlich spielt auch die Psyche eine Bedeutung. Wenn sich Ihre Katze wohl fühlt, haben es Krankheitserreger schwerer.

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Impfung vorbeugend gegen Katzenleukämie

Katze Impfung 123rfDa es sich bei der Katzenleukämie um eine sehr heimtückische Erkrankung mit sehr hoher Ansteckungsgefahr handelt, möchte ich an dieser Stelle eine IMPFUNG ans Herz legen.

Besonders Freigänger und Katzen in Mehrkatzenhaushalten sollten geimpft werden. Die Impfung schützt in den allermeisten Fällen sehr gut. Es wird aber davon abgeraten eine gesunde, geimpfte Katze mit einer FeLV positiven Katze in einem Haushalt zusammen zu halten. Die Impfung bietet einen sehr guten Schutz für Katzen die lediglich gelegentlich Kontakt mit einer infizierten Katze haben. Lebt aber eine gesunde, geimpfte Katze mit einer FeLV positiven Katze in einem Haushalt, betreiben die beiden gegenseitige Körperpflege (Belecken usw.), fressen aus einem Futternapf usw., wird diesem hohen Infektionsdruck die Impfung nicht standhalten.

Der Impfstoff kann ab der 9. Lebenswoche injeziert werden. Die 2. Impfung erfolgt 4 Wochen später. Dann impft man nochmals nach 3 Jahren und das letzte Mal wieder nach 3 Jahren. Bei einer 7jährigen Katze ist keine Impfung mehr gegen FeLV notwendig, da es dann extrem unwahrscheinlich ist, dass diese sich noch mit dem Virus infizieren wird. Der Impfstoff ist allerdings nur wirksam, wenn die Erkrankung an Katzenleukämie noch nicht ausgebrochen ist.

Fazit zu FeLV

Der Krankheitsverlauf einer FeLV positiven Katze ist elend. Die Katzen bekommen meist eine Krankheit nach der anderen, ein Ausheilen eines Infektes ist oft nicht möglich, da das Immunsystem immer schwächer wird. 80% der positiv getesteten Katzen sterben innerhalb von 3 Jahren. Die häufigste Todesursache der FeLV Erkrankung ist eine Nierenentzündung durch Ablagerung von Antigen Antikörper Komplexen, gefolgt von einem Nierenversagen.

Glücklicherweise ist das Virus seit langem nicht mehr so verbreitet. Das ist den Schutzimpfungen zu verdanken. Damit das aber auch so bleibt, sollten unsere Katzen weiterhin geimpft werden.

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